
Kleben von Gummi
Gummi lässt sich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Klebeprodukten verkleben. Da Gummi kein einheitlicher Werkstoff ist, sondern aus unterschiedlichen Kautschukarten und Gummimischungen bestehen kann, ist bei der Auswahl des passenden Klebeprodukts insbesondere auf die jeweilige Gummimischung zu achten. Auch die Beschaffenheit der Oberfläche und die Anforderungen der Anwendung spielen eine wichtige Rolle. Je nach Material und Einsatzbereich können beispielsweise Kontaktklebstoffe, Sprühklebstoffe, Dispersionsklebstoffe oder Cyanacrylatklebstoffe geeignet sein.
Da sich die Eigenschaften verschiedener Gummimischungen deutlich unterscheiden können, empfiehlt tewipack, den ausgewählten Gummikleber vor der Anwendung an einer kleinen, unauffälligen Stelle bzw. mit den Originalmaterialien zu testen.
Vorteile beim Kleben von Gummi
- Sichere und dauerhafte Verbindung von Gummi mit vielen Werkstoffen
- Ausgleich von Vibrationen, Stößen und Materialbewegungen durch elastische Klebung
- Gleichmäßige Spannungsverteilung statt punktueller Belastung
- Saubere und optisch unauffällige Verbindung
- Abdichten und Fügen in einem Arbeitsschritt möglich
- Reduzierung von Geräuschen durch dämpfende Eigenschaften der Klebeverbindung
- Geeignet für komplexe Geometrien, flexible Bauteile und schwer zugängliche Bereiche
Ihr Ansprechpartner
Gerne beraten unsere Klebespezialisten zum fachgerechten Kleben von Gummi.
Philipp Dengel
Technischer Berater / Labor

Welche Gummiarten lassen sich kleben?
Grundsätzlich lassen sich viele Gummi- und Elastomerwerkstoffe kleben. Welche Klebelösung geeignet ist, hängt jedoch stark von der jeweiligen Gummimischung und der Beschaffenheit der Oberfläche ab. Unterschiedliche Gummiarten wie beispielsweise Naturkautschuk, EPDM, NBR oder Neopren können unterschiedliche Anforderungen an den Klebstoff stellen. Daher lässt sich nicht jeder Gummikleber für jede Gummiart einsetzen. Deshalb sollte der geeignete Klebstoff immer auf den konkreten Werkstoff und die Anwendung abgestimmt werden.
Welcher Kleber eignet sich für Gummi?
Welcher Gummikleber geeignet ist, hängt insbesondere von der Gummimischung, dem Gegenmaterial und den Anforderungen an die Klebeverbindung ab. Je nach Anwendung können beispielsweise Kontaktklebstoffe, Sprühklebstoffe, Dispersionsklebstoffe oder Cyanacrylatklebstoffe eingesetzt werden. Auch flexible Klebstoffsysteme können für bestimmte Anwendungen sinnvoll sein.
Gummi mit Klebeband befestigen
Für bestimmte Anwendungen kann Gummi auch mit doppelseitigen Klebebändern befestigt werden. Diese Lösung eignet sich insbesondere für flächige Verklebungen, bei denen eine schnelle und saubere Montage gewünscht ist. Welche Klebebandvariante geeignet ist, hängt unter anderem von der Gummimischung, der Oberfläche, dem Gegenmaterial und den Umgebungsbedingungen ab.
Gummi mit anderen Materialien kleben
Gummi mit Gummi kleben
Gummi kann mit geeignetem Klebstoff auch mit Gummi verbunden werden. Besonders wichtig ist dabei die genaue Zusammensetzung der beiden Gummimischungen. Deshalb sollte die Klebeverbindung vor dem Serieneinsatz unter den vorgesehenen Bedingungen getestet werden.
Gummi mit Metall kleben
Gummi lässt sich mit geeigneten Klebstoffen mit Metallen wie Stahl oder Aluminium verbinden. Dabei müssen sowohl die Eigenschaften des Gummis als auch die Beschaffenheit der Metalloberfläche berücksichtigt werden. Die Auswahl des Klebstoffs sollte insbesondere auf die gewünschte Festigkeit und die Beweglichkeit der Verbindung abgestimmt werden.
Gummi mit Kunststoff kleben
Auch die Verbindung von Gummi mit Kunststoffen ist möglich. Da sich Kunststoffe hinsichtlich ihrer Oberflächenenergie und Materialeigenschaften deutlich unterscheiden können, hängt die geeignete Klebelösung von der konkreten Materialkombination ab.
Gummi mit Glas kleben
Gummi und Glas können mit geeigneten Klebstoffsystemen miteinander verbunden werden. Bei dieser Materialkombination sollte insbesondere berücksichtigt werden, dass Gummi flexibel ist, während Glas vergleichsweise starr ist. Ein geeigneter Klebstoff muss daher zur Bewegung und Belastung der Verbindung passen.
Gummi richtig kleben
1. Gummi und Oberfläche bestimmen
Zunächst sollte festgestellt werden, um welche Gummimischung es sich handelt. Auch das Gegenmaterial und die Oberflächenbeschaffenheit sind für die Klebstoffauswahl relevant.
2. Klebeflächen reinigen
Die Klebeflächen sollten sauber, trocken und frei von Staub, Fett, Öl und anderen haftungsmindernden Rückständen sein.
3. Oberfläche gegebenenfalls vorbehandeln
Je nach Gummimischung und Klebstoff kann eine zusätzliche Oberflächenvorbehandlung erforderlich sein.
4. Gummikleber auswählen
Neben dem Gummi müssen unter anderem Belastung, Flexibilität, Temperatur, Feuchtigkeit und das Gegenmaterial berücksichtigt werden.
5. Klebeverbindung testen
Da Gummimischungen sehr unterschiedlich sein können, empfiehlt es sich, den ausgewählten Gummikleber zuerst an einer kleinen Stelle zu testen.
Produktempfehlungen für das Kleben von Gummi
Hier finden Sie eine kleine Auswahl – alle verfügbaren Produkte können Sie in unserem Onlineshop in der Kategorie Gummi kleben kaufen.
Häufige Fragen
Viele Gummiarten lassen sich gut kleben, etwa EPDM, NBR, SBR, Neopren oder Vollgummi. Allerdings unterscheiden sich die Oberflächeneigenschaften teils deutlich. Deshalb sollte vor der Auswahl des Klebstoffs immer geprüft werden, um welches Material es sich genau handelt.
Häufige Ursachen sind ungeeignete Klebstoffe, Weichmacher an der Oberfläche, Trennmittelrückstände, Feuchtigkeit, Staub oder eine zu glatte Oberfläche. Auch zu wenig Anpressdruck oder eine zu kurze Aushärtezeit können die Haftung deutlich verschlechtern.
Die Trocknungs- oder Aushärtezeit variiert je nach Klebstofftyp. Sekundenklebstoffe fixieren oft sehr schnell, während Kontaktklebstoffe oder 2K-Systeme mehr Zeit benötigen können. Für die endgültige Festigkeit sind immer die jeweiligen Produktangaben maßgeblich.
Ja, Gummi kann sehr gut mit Metall verbunden werden. Wichtig sind dabei die richtige Reinigung der Metalloberfläche, eine passende Vorbehandlung und ein Klebstoff, der für unterschiedliche Werkstoffe ausgelegt ist. Gerade im Maschinenbau oder Fahrzeugbereich ist diese Materialkombination weit verbreitet.
Wenn die Klebestelle dauerhaft flexibel bleiben soll, kommen eher elastische Klebstoffsysteme infrage. Diese gleichen Bewegungen und Spannungen besser aus als starre Klebstoffe und sind deshalb bei vibrierenden oder verformbaren Bauteilen oft im Vorteil.
Ja, auch weicher oder poröser Gummi lässt sich kleben. Hier ist besonders wichtig, dass der Klebstoff nicht nur haftet, sondern auch zum Materialaufbau passt. Bei saugenden oder ungleichmäßigen Oberflächen kann die Auswahl des richtigen Systems entscheidend sein.



