
UV-Klebstoffe: Klares Material, das mehr kann als kleben
UV-Klebstoffe und lichthärtende Klebstoffe bieten Ihnen hohe Transparenz, ausgezeichnete Hafteigenschaften und einzigartige Vorteile bei der Verarbeitung. Durch die genaue Steuerung des Härteprozesses ermöglichen UV-Klebstoffe die Optimierung von Prozesskosten industrieller Produktion. Hohe Geschwindigkeiten bei der Fertigung, Qualitätskontrolle In-Line und rasche Taktfolge bis zum nächsten Schritt im Prozess sind Vorteile, die UV-Klebstoffe mit sich bringen.
UV-Klebstoffe: Die Vorteile in Kürze
Sobald Lichtwellen mit der richtigen Wellenlänge auf UV-Klebstoffe treffen, härten diese aus. Das bedeutet, Sie können den Härteprozess fast beliebig verzögern. Fügeteile können bei industrieller oder manueller Fertigung in Ruhe ausgerichtet werden, bevor der Klebstoff aktiv wird. Diese Eigenschaft ermöglicht es, UV-Klebstoffe auch für Beschichtungen oder zum Vergießen zu verwenden. Verbindungen mit lichthärtenden Klebstoffen haben folgende Vorteile:
- schnelle Aushärtung
- hohe Festigkeit
- keine Topfzeit
- leicht zu verarbeiten
- Ein-Komponenten-Klebstoff
- Aushärtezeitpunkt wählbar
Ihr Ansprechpartner
Bei technischen Fragen zu Ihrer Anwendung oder unseren Produkten wenden Sie sich gerne an:
Philipp Dengel
Technischer Berater / Labor

Anwendungen für UV-Klebstoffe
Da UV-Klebstoffe eine optisch klare Klebefuge erzielen, eignen sie sich perfekt für alle Arten von Glas, durchsichtige Glasfaserverbindungen und das Verkleben von Glas mit Metall. Die Auswahl an diesen Klebstoffen ist enorm. Sie bekommen hochfeste Versionen ebenso wie flexible Produkte, die Spannungen in der Klebefuge aufnehmen. Das ermöglicht neue Wege in der Konstruktion und Design mit klaren Linien. Moderne Kunststoffe wie PVC, PMMA und PC lassen sich mit lichthärtenden Klebstoffen ebenfalls problemlos zusammenfügen. Die Temperaturbeständigkeit und das Deformationsverhalten können Sie passend zu den zu verklebenden Kunststoffen wählen und so die Langzeitbeständigkeit erhöhen. So können Sie beispielsweise Gehäuse, Deckel, Verkleidungen, Vitrinen, Anschlüsse in der Medizintechnik und Sonnenbrillen einfach zusammenfügen.
UV-Klebstoffe für die Industrie
In der Industrie werden lichthärtende UV-Klebstoffe für zahlreiche Verbindungen geschätzt. Dabei unterscheidet man:
- UV-Klebstoffe für Glas
- UV-Klebstoffe für Kunststoffe
- UV-Klebstoffe für nichttransparente Werkstoffe
UV-Klebstoffe für Glas erzielen hohe Transparenz und bleiben dauerhaft stabil selbst unter schwierigen Umweltbedingungen wie Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit oder Reinigung in Spülmaschinen. Ihr Lichtbrechungsindex entspricht Floatglas. Daher entsteht eine praktisch unsichtbare Verbindung.
Das Deformationsverhalten und die Temperaturbeständigkeit von UV-Klebstoffen für Kunststoff entsprechen den zu verklebenden Werkstoffen. Das erhöht die Langzeitbeständigkeit. Sie eignen sich zum Verkleben von PC, PBT, PVC und Weich-PVC sowie der meisten opaken sowie der meisten nichttransparenten und farbigen Kunststoffe.
UV-Klebstoffe für nichttransparente Werkstoffe ermöglichen die genaue Positionierung und Fixierung der zu verklebenden Teile. Die schnelle Aushärtung erlaubt hohe Prozessgeschwindigkeiten und Qualitätskontrolle innerhalb der Fertigungslinie. Freiliegende Klebstoffraupen oder Klebstoffüberschüsse härten zuverlässig aus. Durch ein zusätzliches, sekundäres Aushärtesystem ist die Aushärtung in Bereichen mit Schatten möglich.
UV-Geräte für lichthärtende Klebstoffe
Geräte zum Aushärten von UV-Klebstoffen lassen sich in drei Kategorien einteilen:
Moderne UV-Geräte für lichthärtende Klebstoffe arbeiten in der Regel mit energiesparenden LED-Lichtquellen. Flächenstrahler wurden dafür entwickelt, eine größere Oberfläche intensiv mit UV-Strahlen abzudecken. Eine elektronische Leistungsregelung gewährleistet in Kombination mit geeigneter Anordnung der LEDs die gleichmäßige Verteilung der Lichtstrahlen. In voll automatisierten Fertigungslinien ermöglichen Flächenstrahler kurze Taktzeiten und reproduzierbare Ergebnisse. Wichtig sind bei Flächenstrahlern die Anzeige, sobald eine LED ausfällt, sowie umfangreiche Überwachungsfunktionen über die verarbeiteten Produkte.
Punktstrahler für intensive Bestrahlung
Punktstrahler liefern im Gegensatz zu Flächenstrahlern hochintensive UV-Strahlen, die sich programmieren lassen. Das ermöglicht es, diese Punktstrahler ebenfalls in vollautomatischen Fertigungslinien einzusetzen. Extrem kurze Taktzeiten und Maschinendurchlaufzeiten sind das Ergebnis von Punktstrahlern. Darüber hinaus lassen sich diese Strahler im Labor für manuelle Bestrahlung nutzen.
Produktempfehlungen zu UV-Klebstoffen
Hier eine kleine Auswahl an UV-Klebstoffen – alle verfügbaren Produkte können Sie in unserem Online-Shop unter der Kategorie UV-Klebstoffe kaufen.
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Häufige Fragen
UV-Klebstoffe eignen sich je nach Produktsystem unter anderem für Glas, Metall, Kunststoffe, Keramik und verschiedene transparente Werkstoffe. Entscheidend ist, dass mindestens ein Fügeteil UV-Licht durchlässt oder die Klebstoffraupe gezielt belichtet werden kann.
Die erreichbare Festigkeit hängt vom Klebstofftyp, den zu verbindenden Materialien, der Klebefläche und den Einsatzbedingungen ab. UV-Klebstoffe können sehr belastbare Verbindungen erzeugen, wenn Anwendungen, Vorbehandlung und Aushärtung sauber aufeinander abgestimmt sind.
Die Aushärtung erfolgt durch Bestrahlung mit UV-Licht einer passenden Wellenlänge und Intensität. Der Klebstoff härtet dabei innerhalb kurzer Zeit aus, was schnelle Taktzeiten in der Fertigung ermöglicht. Wie schnell und vollständig die Aushärtung erfolgt, hängt unter anderem von Schichtdicke, Lichtdurchlässigkeit der Bauteile, Lampentechnik und dem jeweiligen Klebstoffsystem ab.
UV-Klebstoffe sind besonders interessant, wenn kurze Aushärtezeiten, präzise Dosierung und ein sauberer Prozess gefragt sind. Sie werden häufig eingesetzt, wenn transparente Bauteile gefügt oder kleine Klebeflächen exakt verarbeitet werden sollen.
Viele UV-Klebstoffe ermöglichen optisch ansprechende Verbindungen, etwa bei Glas-Glas- oder Glas-Metall-Anwendungen. Für ein sauberes Ergebnis sind jedoch Kriterien wie Blasenfreiheit, Brechungsverhalten und die Qualität der Dosierung relevant.


