Fächerscheiben

Aufbau und Eigenschaften von Fächerscheiben

Bei Fächerscheiben, auch Fächerschleifscheiben genannt, ist das Schleifmittel auf zahlreichen Lamellen aus Gewebe aufgebracht. Diese sind überlappend auf Tellern angeordnet. Aufgrund dieses Aufbaus kommt beim Schleifen immer wieder neues Schleifmittel zum Einsatz. Während des Schleifens schärfen sich Fächerscheiben sozusagen ständig selbst nach. Das ermöglicht lange Standzeiten. Zudem vibrieren Fächerscheiben wesentlich weniger als beispielsweise Schruppscheiben. Hände und Arme von Arbeitern werden geringer belastet. Diese geringere Kraftanstrengung erhöht die Produktivität Ihrer Mitarbeiter zusätzlich zum höheren Materialabtrag.

Vorteile von Fächerscheiben mit Präzisionskorn

Ihre ausgefeilte Ergonomie sorgt bei Fächerscheiben dafür, dass sie gleichmäßig hohe Schleifleistung garantieren. Fächerscheiben von 3M™ zeichnen sich zusätzlich durch die keramischen Präzisionskörner namens Cubitron™ II aus. Sie gehören aus folgenden Gründen zu den beliebtesten Schleifmitteln bei der industriellen Fertigung und Metallbearbeitung:

  • Schneller Schnitt mit extremer Abtrageleistung
  • kühler Schliff
  • lange Standzeit
  • benötigt weniger Anpressdruck
  • erhöht die Produktivität
  • niedriger Lärmpegel

    Ihr Ansprechpartner

    Bei technischen Fragen zu Ihrer Anwendung oder unseren Produkten wenden Sie sich gerne an:

     

    Philipp Dengel

    Technischer Berater / Labor

    Foto von Philipp Dengel ohne Hintergrund

    Was unterscheidet Cubitron™ II von anderen Schleifkörnern?

    Die Keramikkörner Cubitron™ II sind präzisionsgeformt und geometrisch völlig identisch. Das führt dazu, dass diese Körner das Metall wie kleine Messer bearbeiten. Ein schneller, kühler Schliff und maximale Abtragsleistung sind das Ergebnis. Gleichmäßige, gratarme Oberflächen lassen sich so rasch mit geringem Kraftaufwand erzielen. Das erhöht die Produktivität und Verarbeitungsmenge und spart damit Kosten. Je nach Anwendung kann eine Fächerscheibe mit Cubitron™ II den Abtrag verdoppeln und die erforderliche Arbeitszeit halbieren. Konventionelle Schleifkörner dagegen haben unterschiedliche Größen und Formen. Sie sind ungleichmäßig auf den Fächerscheiben verteilt. Beim Bearbeiten der Oberfläche wirken sie wie ein Pflug. Die daraus resultierende Hitze hat kurze Standzeiten der Schleifmittel zur Folge und bringt Verfärbungen im Material und Spannungsrisse mit sich.

    Einsatz von Fächerscheiben

    Sie erhalten die Fächerschleifscheibe 967A von 3M™ in Feinheitsgraden, die von 40+ bis 80+ reichen. Dabei ist zu beachten, dass die keramischen Präzisionskörner keiner Korngrößenverteilung unterliegen, da jedes Korn identisch ist. Deshalb ordnet man die Korngröße bekannten Kornreihen empirisch zu. Das + neben der Zahl symbolisiert, dass mit der ausgewiesenen Körnung die Abtragsleistung der traditionellen, benachbarten gröberen Körnung erreicht werden kann. So eignet sich die Körnung 80+ für die Bearbeitung von Edelstahl, während 60+ und 40+ für Baustahl und Nichteisenmetalle angebracht sind.

    Aufgrund ihrer Konstruktion ist bei Fächerscheiben kein zusätzlicher Stützteller nötig. Fächerscheiben gelten bei Schleifwerkzeugen als Generalisten, die zahlreiche Arbeiten zuverlässig ausführen. Grob- und Zwischenschliff lassen sich mit Fächerscheiben besonders gut erledigen. Freiformteile wie Gehäuse, Handläufe, Aufbauten und Rohre können Sie mit Fächerscheiben hervorragend bearbeiten, da die Scheibe der Form des Werkstücks folgt. Dabei vermeiden Sie mit einer Fächerscheibe, Facetten einzuschleifen. Außerdem können Sie mit ihnen unter anderem Schweißnähte bearbeiten, entgraten, entrosten und gussputzen.

    Praxistipp: Fächerscheibe - Schleifen für Schweißer

    Millionenfach im Einsatz ist die Fächerscheibe die beliebteste Schleifscheibe für den Winkelschleifer. Warum die Scheibe so gefragt ist und worauf man beim Einsatz achten muss, das erfahren Sie in Teil 2 unserer Serie "Praxistipps Schleifen für Schweißer".

    Zu den Praxistipps Fächerscheibe

    Produktempfehlungen zu 3M™ Fächerscheiben

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    Häufige Fragen

    Ja, Fächerscheiben werden sehr häufig zum Bearbeiten und Egalisieren von Schweißnähten eingesetzt. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Nahtgeometrie, Werkstoff und gewünschtem Finish ab. Für starke Nähte wird oft eine gröbere Körnung gewählt, für Übergänge und feinere Oberflächen eher eine feinere Abstufung. Ziel ist immer ein sicherer Abtrag bei möglichst geringem Nacharbeitsaufwand.

    Für viele Anwendungen ja, allerdings hängt das stark von Scheibendurchmesser, Bauform und Werkstückgeometrie ab. In engen Bereichen können kleinere Durchmesser oder alternative Schleifmittel sinnvoller sein.

    Ja, genau darin liegt einer ihrer großen Vorteile. Fächerscheiben ermöglichen in vielen Fällen einen wirksamen Abtrag bei gleichzeitig sauberem Oberflächenbild. Dadurch lassen sich Arbeitsgänge zusammenfassen und Prozesse vereinfachen. 

    Fächerscheiben sind oft dann die richtige Wahl, wenn Abtrag und Oberflächengüte in einem Arbeitsschritt kombiniert werden sollen. Im Vergleich zur Schruppscheibe arbeiten sie meist ruhiger, bieten ein angenehmeres Schleifverhalten und können Nacharbeit reduzieren. Für sehr aggressiven Materialabtrag kann eine Schruppscheibe dennoch sinnvoll sein. 

    Die passende Fächerscheibe hängt immer vom Werkstoff und vom Bearbeitungsziel ab. Für Stahl werden häufig robuste Ausführungen mit hoher Abtragsleistung gewählt. Bei Edelstahl ist wichtig, dass das Schleifmittel für die Bearbeitung von Edelstahl geeignet ist, um saubere Oberflächen zu erzielen. Für Aluminium kommt es zusätzlich darauf an, ein Zusetzen der Scheibe möglichst zu vermeiden. Entscheidend sind deshalb Kornart, Körnung, Trägerteller und die konkrete Anwendung.

    Beides gehört unmittelbar zusammen. Ein Schleifmittel mit hoher Abtragsleistung kann die Bearbeitungszeit verkürzen, während eine gute Standzeit den Scheibenwechsel reduziert und die Prozessstabilität erhöht.