
Klebstoffe für die Industrie und das Handwerk
Moderne Klebstoffe erleichtern die Konstruktion in der Industrie, dem Handwerk und auch im eigenen Heim. Klebstoffe sind leistungsstark, leicht und verändern die Fügeteile nicht. Sie ermöglichen das Fügen von Materialpaarungen, die mit Schweißen oder Löten nicht verbunden werden können.
Das Problem bei der Verwendung von Klebstoffen ist die Auswahl des richtigen Klebstoffs: Es gibt weit über tausend verschiedene Formeln auf dem Markt. In der Grafik können Sie die Festigkeiten und Fügezeiten der von uns angebotenen Klebstoffe, als erste Auswahlhilfe finden.
Auswahlkriterien für den richtigen Klebstoff
Der richtige Klebstoff ist entscheidend für eine erfolgreiche Anwendung. Eine allgemeine Empfehlung abzugeben, ist jedoch aufgrund der mannigfaltigen Anwendungsmöglichkeiten, meist schwierig. Grundsätzlich ist es relevant, die (1) Werkstoffe zu kennen, die verklebt werden sollen. Weiterhin ist die zu erwartende (2) Belastung relevant für die Auswahl des geeigneten Klebstoffs. Ein weiterer relevanter Punkt ist die (3) Verarbeitungsmethode, also ob die Anwendung manuell oder automatisiert ablaufen soll. (4) Äußere Einflüsse, (5) Verträglichkeit sowie die (6) Lebensdauer können auch entscheidend bei der Auswahl des geeigneten Klebstoffs sein.
Zusätzlich zu diesen Auswahlkriterien haben wir Ihnen Guides für das Verkleben von Werkstoffen und der Klebetechnik in verschiedenen Branchen bereitgestellt. Sollte Ihnen diese Informationen nicht ausreichen, sprechen Sie uns gerne persönlich an.
Klebstoffe bei tewipack

Epoxidharzklebstoffe
Universell einsetzbar sind Epoxidharz-Klebstoffe. Diese 2-Komponenten Konstruktionsklebstoffe weisen sehr hohe Festigkeiten und chemische Beständigkeiten auf.

Acrylatklebstoffe
Eine hohe Festigkeit zu vielen Kunststoffen und Elastomeren erzielt man rasch mit Acrylatklebstoffen. Ihr Merkmal ist außerdem eine kurze Verarbeitungszeit.

Hybridklebstoffe
Wenn schnelle Anfangsfestigkeit aus der Acrylat-Technologie und hohe Endfestigkeit aus der Expoxidharz-Technologie zueinander finden, entstehen neue, innovative Produkte.

Silikone
Bei extremen Temperaturen sind Silikon-Klebstoffe genau die richtige Lösung. Außerdem schützen sie vor Witterungseinflüssen und haften gut.

Polyurethanklebstoffe
Zum Verbinden von Kunststoffen und Holz sind besonders Polyurethan-Klebstoffe geeignet. Sie sind flexibel in der Verarbeitung und haben gute Schlagfestigkeiten.

Anaerobe Klebstoffe
Eine feste Verbindung geht man mit anaeroben Klebstoffen beim Sichern oder Dichten von Schrauben, Bolzen, Muttern, Scheiben, Flächen oder Gewinden ein.

Cyanacrylat-Klebstoffe
Mit Cyanacrylat-Klebstoffen werden schnelle und optimale Ergebnisse erzielt. Diese speziellen Produkte haben ein sehr breites Anwendungsspektrum.

UV-Klebstoffe
Leistungsfähig und temperaturbeständig sind UV-härtende Klebstoffe. Transparente Werkstoffe wie Glas verbinden sie in kurzer Zeit mit anderen Materialien.

Elektrogießharze
Hochtechnologische Elektrogießharze dienen dem Schutz elektronischer Bauteile. Diese fließfähigen Produkte bestehen aus zwei Komponenten und leiten teilweise Wärme ab.

Verpackungsklebstoffe
Verpackungsklebstoffe für "End of Line"- Anwendungen wie Kartonverschluss, Steigenaufrichtung und Palettensicherung.

Schmelzklebstoffe
Für Anwendungen, die hohe Produktionsgeschwindigkeiten, hohes Spaltfüllvermögen, minimalen Schrumpf und schnelle Anfangsfestigkeit erfordern, sind Hot-Melt Klebstoffe die erste Wahl.

Dispersions- und Lösemittelklebstoffe
Übersicht über die verschiedenen Dispersions- und Lösemittelklebstoffe sowie Sprühklebstoffe und Sonderlösungen wie Zylinder Sprühklebstoffe.

Montage- und Dichtstoffe
Für die Montage- und Dichtungsarbeiten in Industrie, Fahrzeugbau, Bauwesen und Marine wurden diese speziellen Klebstoff-Systeme entwickelt.

Aktivatoren und Vernetzer
Wenn die Aushärtung von Klebverbindungen beschleunigt werden soll, dann sind Aktivatoren oder Vernetzer die richtigen Zusatzstoffe dafür.
Ihr Ansprechpartner
Bei technischen Fragen zu Klebstoffen wenden Sie sich gerne an:
Philipp Dengel
Technischer Berater / Labor

Häufige Fragen zu Klebstoffen
Bei der Auswahl eines Klebstoffs sollten zunächst die zu verklebenden Werkstoffe und die späteren Belastungen der Klebeverbindung berücksichtigt werden. Anschließend können Faktoren wie Temperaturbeständigkeit, Flexibilität, Aushärtegeschwindigkeit, Viskosität und Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit oder Chemikalien einbezogen werden. Eine professionelle Beratung und praktische Klebeversuche können helfen, das geeignete Klebstoffsystem für die jeweilige Anwendung zu bestimmen.
1-Komponenten-Klebstoffe werden in der Regel direkt aus dem Gebinde verarbeitet und härten beispielsweise durch Luftfeuchtigkeit, Wärme, UV-Licht oder andere Umgebungsbedingungen aus. 2-Komponenten-Klebstoffe bestehen aus zwei getrennten Komponenten, die unmittelbar vor beziehungsweise während der Verarbeitung miteinander vermischt werden. Sie ermöglichen häufig eine hohe Festigkeit und eignen sich für viele anspruchsvolle industrielle Klebeanwendungen.
Strukturelle Klebstoffe sind für hochfeste Verbindungen ausgelegt und werden häufig dort eingesetzt, wo dauerhaft hohe Kräfte aufgenommen werden müssen. Elastische Klebstoffe gleichen dagegen Bewegungen, Dehnungen und unterschiedliche Ausdehnungen von Werkstoffen besser aus. Welche Variante besser geeignet ist, hängt von Konstruktion, Belastung und Materialpaarung ab.
Zu den häufigsten Ursachen für schwache Klebungen zählen ungeeignete Materialwahl, unzureichende Oberflächenreinigung, falsche Dosierung, zu geringe oder zu hohe Klebstoffmenge, ungeeignete Fügebedingungen und nicht eingehaltene Aushärtezeiten. Auch Lagerbedingungen und Verarbeitungsparameter sollten beachtet werden.
2-Komponenten-Klebstoffe werden häufig eingesetzt, wenn eine besonders belastbare und dauerhafte Klebeverbindung erforderlich ist. Sie eignen sich unter anderem für strukturelle Verklebungen von Metallen, Kunststoffen und weiteren Werkstoffen. Je nach Klebstofftechnologie bieten sie hohe Festigkeit sowie eine gute Beständigkeit gegenüber Temperatur, Feuchtigkeit und chemischen Einflüssen.