Kleben im Bereich erneuerbare Energien

Kleben für die Schlüsseltechnologie der Zukunft

Ohne die Klebetechnik wären viele Ziele zur Umstellung der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen wie Sonne oder Wind undenkbar.

Das Kleben bietet in diesem Bereich als Fügetechnik einzigartige Eigenschaften, die für die Herstellung effizienter und langlebiger Produkte benötigt wird. So müssen Verklebungen von Rotorblättern von Windkraftanlagen enormen Kräften standhalten und gleichzeitig besonders langlebig sein.

Vorteile Kleben in den erneuerbaren Energien

  • Gleichmäßigere Verteilung von Kräften
  • Verbindet und dichtet gleichzeitig ab
  • Innovative Konstruktionsmöglichkeiten
  • Leitfähigkeit
  • Materialeinsparungen und erhöhte Produktivität

Ihr Ansprechpartner

Bei technischen Fragen zu Anwendungen und Produkten in den erneuerbaren Energien wenden Sie sich gerne an:

 

Philipp Dengel

Technischer Berater / Labor

Anwendungen in den erneuerbaren Energien

Bei den erneuerbaren Energien unterscheidet man heutzutage zwischen der Energie, die aus der Windkraft und solcher, die aus der Sonnenkraft gewonnen wird. Die Anforderungen an die beiden Bereiche sind sehr unterschiedlich.

Klebstoffe müssen in diesem Bereich jedoch immer besonders witterungs- und alters beständig sein. Schließlich können die Betriebszeiten hierbei über 20 Jahren liegen, während die Anlagen in dauerhaftem Betrieb sein sollen.

Hier ein Überblick über mögliche Anwendungen:

  • Rotorverklebung
  • Rotorveredlung
  • Verkleben von Anbauteilen
  • Kantenschutz oder -befestigung
  • Fügen von Versteifungselementen

Kleben in der Windkraft: Rotorverklebung

Die Rotoren sind der wichtigste Bestandteil von Windkrafträdern. Sie sind besonders starken Kräften ausgesetzt, weshalb traditionelle Fügeverfahren wie Schrauben oder Nieten nicht anwendbar sein. Zu groß ist die Gefahr, dass die Rotoren an den gebohrten oder gestanzten Löchern eine Angriffsfläche bieten. Die Rotoren bestehen meistens aus zwei Teilen, die den ganzen Tag Wind und Wetter ausgesetzt sind, besonders extrem ist dies bei Offshore-Anlagen. Hier kommt es zu Windbelastungen von über 250 km/h salziges Spritzwasser, dass das Material stark angreifen kann.

Welche Klebstoffe eignen sich nun zum Verkleben von Windkraftrotoren? In der Industrie werden dafür Hochleistungsklebstoffe, welche auf Epoxidharz-, Polyurethan- und Methacrylatbasis aufbauen, genutzt. Für die schon angesprochene Lebensdauer der Windkraftanlagen spielt die statische Festigkeit eine bedeutende Rolle, welcher bei diesen Klebstoffen besonders hoch ist.

Kleben von integrierten Photovoltaikanlagen

Private Neubauten in der europäischen Union, die seit 2021 gebaut werden, ihren eigenen Energiebedarf decken sollen. Dafür ist eine innovative Lösung, welche die Integration von Photovoltaikmodulen in die Gebäudekonstruktion ermöglicht. Für die Konstruktion solcher „Nullenergiehäuser“ ist das Structural Glazing ein besonders interessanter Begriff.

Bei diesem Prozess werden die Glas- und Photovoltaikelement mithilfe von Silikonklebstoffen in die Gebäudekonstruktionen mit einbezogen und mit Edelstahl- oder Aluminiumträgern verklebt. Dadurch können etwaige Belastungen, die aus Wind oder anderen Witterungsbedingungen entstehen durch die Glasfläche an die umgebende Konstruktion weitergegeben werden. Zusätzlich können Silikonklebstoffe durch eine hohe mechanische Festigkeit, Elastizität und einer hohen Dichtigkeit überzeugen. All diese Eigenschaften machen sie zum optimalen Fügestoff in diesem Bereich.

Wege in die Zukunft: Verklebung von Solarstraßen

Die Anzahl der Elektroautos in Deutschland nimmt immer weiter zu. Umso wichtiger ist es, dass auch in Zukunft genug Strom für diese bereitgestellt wird. Eine innovative Lösung dafür können Solarstraßen sein. Dabei werden die Solarpaneele in mehrere Schichten Harz gegossen und mit Polymeren verstärkt. Diese Konstruktion ist am Ende knapp vier Millimeter dick und bietet ähnlich Eigenschaften wie der normale Straßenbelag.

Auf modernen und unverschmutzten Straßen können diese Paneele ganz einfach mit einem Zweikomponentenklebstoff auf dem bisherigen Straßenbelag aufgeklebt werden. Daraus ergibt sich eine Lebensdauer von circa 10 Jahren, die gleich mit der Lebensdauer einer normalen Straße ist.

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