Polyurethanklebstoffe

Die flexiblen 2-Komponenten-Konstruktionsklebstoffe auf Polyurethanbasis eignen sich hervorragend zum Kleben von Kunststoffen wie ABS, PET, PC oder PS sowie von lackierten, geprimerten Metallen, Holz, Glas oder anderer Werkstoffe. Die nicht fließende Alternative wird bei vertikalen Anwendungen eingesetzt.

 

Polyurethanklebstoffe – flexibel gemischt aus zwei Komponenten

Polyurethanklebstoffe mit zwei Komponenten gehören zu den Reaktionsklebstoffen. Die Harzkomponente (Polyole) reagiert mit der Härterkomponente (Isocyanate). Gemeinsam bilden beide Komponenten bei einer chemischen Reaktion Polyurethan.

Diese Klebstoffe benötigen in der Regel wenig oder keine Lösungsmittel. Durch den Zusatz von geeigneten Stoffen ist es möglich, diese Klebstoffe gezielt zu verändern. So kann die Harzkomponente aus langen und elastischen oder kurzen und harten Polyolen bestehen, die eine verschieden hohe Anzahl von Verknüpfungsstellen bei der chemischen Reaktion bilden.

Deshalb ist es möglich, Polyurethanklebstoffe von sehr hart bis weichelastisch einzustellen. Durch die Rezeptur des Härters kann die Geschwindigkeit der Härterreaktion der Anwendung angepasst werden.

 

Diese Konstruktionsklebstoffe mit zwei Komponenten lassen sich vielseitig verwenden. Sie können damit abdichten oder Kunststoffe, Metalle, Holz, Glas und andere Werkstoffe großflächig verkleben. Für vertikale Anwendungen wählen Sie eine nicht fließende Variante.

 

Die Eigenschaften von Polyurethanklebstoffen in Stichpunkten:

  • gute Anfangsfestigkeit
  • breites Haftungsspektrum auf fast allen Oberflächen
  • hohe Elastizität, geeignet für Abdichtung und Ausgleich von Toleranzen: Polyurethanklebstoffe überbrücken auch relativ große Spalte
  • frei von Lösungsmittel
  • strukturelle Festigkeit: gute Schälkraft, hohe Scherfestigkeit, gute Schlagfestigkeit
  • beständig gegen Chemikalien, UV-Strahlen und Witterung
  • sauber und schnell zu verarbeiten: Mischen, Auftragen und Kleben in einem Arbeitsgang

Klassifizierung der Polyurethanklebstoffe

Polyurethanklebstoffe mit zwei Komponenten teilt man nach Härtegraden in verschiedene Klassen ein.

 

  • Flexible Klebstoffe, auch als elastisch eingestellte PU-Klebstoffe bekannt, zeichnen sich durch sehr hohe Reißdehnung aus. Sie eignen sich für dynamische Belastungen und Kräfte, die als Schock auftreten.
  • Hart eingestellte Klebstoffe dagegen setzt man für statische Belastungen ein dank hoher Scherfestigkeit.
  • Zähelastische Polyurethanklebstoffe bieten Ihnen den goldenen Mittelweg. Sie sind elastisch und gleichzeitig widerstandsfähig gegenüber tangentialen Scherkräften.
 

Einsatzgebiete der 2K-PUR-Klebstoffe

Diese Reaktionsklebstoffe werden bei technischen Anwendungen sehr häufig verwendet. Bei Metallverklebungen sind ihre Festigkeitswerte zwar etwas niedriger als diejenigen von Epoxidharzklebstoffen, dafür haften sie an den unterschiedlichsten Oberflächen.

Polyurethanklebstoffe eignen sich besonders gut für die Verklebung verschiedener Werkstoffe, etwa für das Verbinden von Holz mit Kunststoffen.

Tipps für das Kleben

Es ist möglich, die Härtezeiten von Polyurethanklebstoffen mit Beschleunigern zu verkürzen. Der Beschleuniger wird direkt mit dem Klebstoff und dem Härter eingemischt. Manche Polyurethanklebstoffe sind bereits mit einem Beschleuniger ausgerüstet. Er verändert lediglich die Geschwindigkeit der Härtung, nicht die sonstigen Eigenschaften des Klebstoffs. Die Reaktionsgeschwindigkeit bei Polyurethanklebstoffen mit zwei Komponenten hängt von der Temperatur ab.

Dabei gilt die Faustregel: Eine Steigerung der Temperatur um 10 °C verdoppelt die Geschwindigkeit der Reaktionen beim Härten.

Fügeteile fixieren

Das Mischungsverhältnis sollte immer exakt eingehalten werden. Beim Mischen sollte so wenig Luft wie möglich untergerührt werden, weil Luftblasen zu Schwachstellen im Klebstoff führen. Wenn die beiden Komponenten miteinander vermischt sind, zeigt Ihnen die vom Hersteller genannte Topfzeit an, wie lange Sie den Klebstoff verarbeiten können. Beim Aushärten unterscheidet man zwischen Mindest- und Endfestigkeit. Die Mindestfestigkeit ist nach rund 20 bis 30 Prozent der gesamten Härtezeit erreicht: Bei einem Klebstoff mit einer Topfzeit von rund einer Stunde ist das bereits nach 12 Stunden der Fall. Die Endfestigkeit stellt sich dagegen erst nach mehreren Tagen ein. Bis zur Aushärtung sollten Sie die Fügeteile fixieren. Beim Kleben unterschiedlicher Materialen können verschiedene Wärmeausdehnungskoeffizienten Spannungen verursachen, die die Klebefuge schwächen.

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